Sicherheit für Frauen, die alleine campen

Camping ist längst keine reine Männerdomäne mehr. Auch Frauen, ob mit oder ohne Partner, haben den Urlaub in der freien Natur für sich entdeckt und schätzen das ungezwungene Leben im Freien. Doch was gilt es für alleinreisende Frauen zu beachten, wenn sie sich in das Abenteuer Camping stürzen? Hier einige wichtige Tipps, damit die Campingfreude ungetrübt bleibt.

Zunächst einmal: nichts spricht dagegen, dass sich frau ohne männliche Begleitung in den Campingurlaub aufmacht. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um den Urlaub im Zelt oder mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil handelt. Frauen sind selbstverständlich genauso wie Männer in der Lage, ein Zelt aufzubauen, einen Hering in den Boden zu treten oder einen Wohnwagen einzuparken. Und wo man alleine scheitert, bittet man eben Mit-Camper um Hilfe, das machen alleine reisende Männer genauso. Was nun die Sicherheit für Frauen, die alleine campen gehen betrifft, so gelten im Wesentlichen die gleichen Grundregeln wie für Männer.

Überfälle auf Camperinnen bleiben die Ausnahme. Meiden sollte man aber generell Stellplätze auf Autobahnrastplätzen, unbewachten Parkplätzen in touristischen Ballungszentren, Großstädten und Problemvierteln. Die Wahrscheinlichkeit, als Alleinreisende Camperin Opfer von Überfällen oder Diebstahl zu werden, ist in Ballungszentren am höchsten. Wer jedoch abgelegene und unbekannte Orte bereist ist, statistisch gesehen, sicherer. Auch das Campen im Wald ist, solange man sich nicht als Hirsch verkleidet, sicher. Wer außerhalb Deutschlands campen möchte, sollte sich vorher gründlich über die Gegebenheiten am Zielort informieren.

Zu den möglichen Gefahren beim Campen gehören Angriffe mit Gas. Dabei wird ein betäubendes Gas in das Innere des Campingwagens geleitet, um anschließend die bewusstlosen Opfer auszurauben. Aufgebrochen werden Wohnwagen, -mobile und Autos hingegen meist, wenn die Bewohner nicht anwesend sind. Dabei sind die Einbrecher für gewöhnlich auf Geld, Reisedokumente, Elektronik und Kleidung aus.

Eine hundertprozentige Sicherheit kann es beim Campen für Frauen, wie überall im Leben, nicht geben. Doch es gibt ein paar Hilfsmittel, die beruhigen: Wohnwagen und –mobile lassen sich inzwischen mit Gasalarmanlagen ausrüsten, die im Falle eines Gasangriffes warnen. Ganz allgemein schützen Sicherungsanlagen, die bei dem Versuch des gewaltsamen Eindringens Alarm geben. Als natürliche und kostenlose Alarmanlage dienen übrigens trockene Äste, die man rund um den Wohnwagen oder das Zelt ausbreitet. So hört man nachts genau, ob sich jemand nähert. Für den ganz persönlichen Schutz kann frau ein Pfefferspray einstecken, das jeden Angreifer kurzfristig außer Gefecht setzt.

Zur den Sicherheitsvorkehrungen beim Campen gehört es im Übrigen auch, beim Umgang mit Gaskochern und offenem Feuer die gebotene Vorsicht walten zu lassen und einen Erste-Hilfe-Koffer im Gepäck zu haben. Selbstverständlich sollte es heute außerdem sein, dass man ein funktionsfähiges Handy dabei hat, damit im Ernstfall Hilfe herbeigerufen werden kann.


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