Das erste Mal klettern

Bis zum Boden sind es mehrere Meter, vor einem geht eine Felswand steil in die Höhe – wäre das Seil nicht, das einen sichert, müsste man jetzt eigentlich nervös werden.
Mitten in der Natur, und doch gesichert von einem vertrauenswürdigen Partner und zuverlässigen technischen Hilfsmitteln: Klettern kann schon vom ersten Mal an süchtig machen – aber keine Angst, es gehört zu den sichersten und gesündesten Sportarten überhaupt.

Ganz egal, ob Sie die ersten Klettererfahrungen in einer Halle oder an einem Übungsfelsen im Freien machen wollen: Die ersten Bewegungen an der steilen Wand, das Vertrauen in den Partner der Seilschaft, der einen sichert, und das erste Mal, wenn man sich zum abseilen ins Seil gleiten lässt, hinterlassen bei jedem einen starken Eindruck.
Man muss kein Spitzensportler sein, um diese Erfahrung machen zu können, sollte aber einigermaßen fit sein und nicht unter schlimmer Höhenangst leiden. Dazu braucht man dann jemanden, der einen in die ersten Geheimnisse einweiht – ob in einem Kletterverein, bei einem gewerblichen Anbieter, oder ob Sie jemanden kennen, der Sie einfach mal mitnimmt, ist hier egal. Wichtig ist nur: Man muss sich gegenseitig vertrauen können – der Kletterpartner ist immerhin derjenige, der einen am Fels sichert. Und dann braucht man etwas Ausrüstung: Für den Anfang zumindest einen Klettergurt, einen Achter zum Abseilen, einen Karabiner zum sichern, Kletterschuhe und ein Seil. Meistens kann man das auch erst einmal leihen.

Ein bisschen Vorbereitung braucht es natürlich. Man sollte sich mit den ersten Knoten vertraut machen und einen Ort auswählen, an dem man möglichst einfach starten kann. Top-Rope bietet sich hier an: Bei dieser Sicherungstechnik wird das Kletterseil am oberen Ende der Kletterroute befestigt, so dass niemand ungesichert klettern muss. Das Seil kommt dann immer von oben, so dass ein Sturz kein Problem ist – ganz im Gegenteil: es kann sogar richtig Spaß machen, sich ins Seil fallen zu lassen. Sie werden schnell merken, dass Sie sich auf die Ausrüstung und Ihren Partner verlassen können.

Welcher Teil des ersten Klettererlebnisses am beeindruckendsten ist, kann sehr unterschiedlich sein. Für die einen ist es der Moment, wenn sie das Ende der Route erreichen und stolz nach unten schauen – nie hätte man geglaubt, diese Wand wirklich überwinden zu können. Für andere kommt das Adrenalin dann, wenn es ums Abseilen geht: Rückwärts ins Seil gleiten und mithilfe des Achters zurück nach unten rutschen, mit leichten Sprüngen den Fels hinab. Sie können es als erfrischenden Abschluss des schweißtreibenden Aufstiegs empfinden, oder als abschließende Herausforderung – vergessen werden Sie es nicht so schnell.


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