Der Klettersteig auf das Jägihorn

Der spektakuläre Klettersteig zum Dreitausender Jägihorn bietet ein atemberaubendes Panorama und verlangt dem erfahrenen Kletterer einiges ab, aber die Herausforderung anzunehmen lohnt sich. Kletterneulinge können den höchsten Klettersteig der Alpen sicher während einer Tour mit einem erfahrenen Bergführer genießen.

Im Schweizer Wallis, in der Nähe von Saas-Grund befindet sich der 3206 m hohe Berg Jägihorn (auch Jegihorn geschrieben).
Saas-Grund, ein kleinerer zentraler Ort im Saastal der östlichen Schweiz, liegt auf einer Höhe von 1556 m und ist als Skigebiet und Wandergebiet bekannt. Das Gebiet steht hinter Zermatt, Saas-Fee, Verbier und St. Moritz an fünfter Stelle der höchsten Skigebiete. Hier befindet sich auch die Talstation der Hohsaasbergbahn, deren Mittelstation auf 2397 m den Ausgangspunkt der Tour des Klettersteigs bildet.
Das Dorf Saas-Grund selbst ist über Stalden zu erreichen.

Der Klettersteig Jägihorn gilt als einer der schönsten Steige überhaupt und hat sich innerhalb kürzester Zeit als Panoramasteig etabliert. Er wurde im Jahr 2000 errichtet und ist der höchste Klettersteig der Alpen. Er verfügt über eine atemberaubende Panoramaaussicht auf die umliegende Mischabelgruppe sowie die drei Gipfel der Weissmiesgruppe, Lagginhorn, Weissmies und Fletschhorn und hält selbst für erfahrene Kletterer noch einige Herausforderungen bereit.
Genuss pur bietet das Jägihorn mit 1000 Meter Stahlseil, 400 Haken, Griffe, Tritte sowie 5 Leitern. Dazu gibt es noch spektakuläre Weitblicke und Tiefblicke.

Da für eine Tour 7 bis 8 Stunden einzuplanen sind, ist es ratsam, die erste Seilbahn zu nehmen. Der Zeitbedarf beträgt ab der Seilbahnstation Kreuzboden in 2400 m Höhe 1.10 Std. und ab der Weissmieshütte in 2726 m Höhe 35 Minuten. Zusätzliche zur Seilbahn führt ein breiter Wanderweg nach Kreuzboden. Vom Einstieg zum Gipfel werden 3 bis 4 Stunden benötigt und für den Abstieg nach Kreuzboden 1.45 Std.
Aus diesem Grund wird immer ein sehr frühzeitiger Beginn der Klettertour empfohlen.
Der Routenverlauf führt fast senkrecht auf eine Höhe von 3150 m, folgt dann einem 50 Meter Abstieg, um in luftiger Höhe den Grat waagerecht zu überqueren und endet mit einem, erneut fast senkrechten, Aufstieg auf den Gipfel in 3206 m Höhe. Hier bietet sich sodann viel Platz für eine Rast.
Die gesamte Tour, die an die Kondition einige Ansprüche stellt, wird als ziemlich schwierig, an einigen Stellen als schwierig eingestuft. Der Klettersteig selbst ist durchgehend gut gesichert, wenn bisweilen auch ein wenig luftig. Der Abstieg ist einfach und entspricht eher einer alpinen Wanderung als einer Klettertour. Hier gibt es keine Sicherungen mehr, deswegen ist Trittsicherheit notwendig.
Nach Saas-Grund gibt es eine Seilbahnabfahrt oder den zuvor erwähnten Wanderweg. Insider nutzen für den Abstieg auch gerne einmal einen sogenannten ‚Monster-Trotti‚, eine Art Roller, um ins Tag zu gelangen.

Der Klettersteig ist geöffnet von Mitte Juni bis Ende September / Mitte Oktober. Die Tour kann nur bei sicherem Wetter durchgeführt werden. Da es zum Eröffnungsbeginn im Sommer noch Schneefelder beim Abstieg geben kann, ist gutes Schuhwerk unverzichtbar. Bis Anfang Juli muss immer mit Schnee gerechnet werden bei dem Abstieg.

Besonders Kletterneulingen wird empfohlen eine geführte Tour der Bergsportschule Weissmies, die im Sommer jeden Dienstag stattfindet, mitzumachen, da hier ein erfahrener Bergführer die richtigen Techniken der Klettersteigbegehung erklärt und beaufsichtigt.


Tags:

Noch keine Kommentare.

Schreib etwas dazu.


× 6 = dreißig