Der Lechweg – Vom Hochgebirge ins sanfte Vorland der Alpen wandern

Wie heißt es in einem bekannten Volkslied so schön „Das Wandern ist des Müllers Lust„. Diese Lust kann auf dem idyllischen Lech-Weg ausgelebt werden, indem vom Hochgebirge in das sanfte Vorland der Alpen gewandert wird, und das alles auf Schusters Rappen. Der Lech-Weg – Weit-Wanderweg im schönen Vorarlberger Alpenland besticht durch atemberaubende Natur und viele Highlights am Rande des Weges. Für viele Wanderer ist er „das Paradies auf Erden„. Nun sind „Schusters Rappen geschnürt“ und es kann los gehen, von der Quelle bis zum Fall. Kommen Sie mit…

Der Wanderer und der Lech„, so wie der Titel eines neuen Buches heißen könnte, sie beide wachsen auf 125 km symbolisch zusammen. Beide werden zum Bestandteil eines einzigartigen Naturerlebnisses und gehen eine Symbiose ein, wie sie schöner nicht sein kann. Ganze Kolonien von Steinböcken werden zeitweise die Begleiter sein von der Quelle im österreichischen Vorarlberg bis zum Lech-Fall, der sich in Füssen im Allgäu befindet. Spannende Geschichten werden den Wanderer überraschen und freundliche, mit der Landschaft eins gewordene Menschen werden seinen Weg kreuzen. Für viele Wanderer wird diese Exkursion die Erfüllung eines Lebenstraumes werden, den man sich, im Gegensatz zu so manch anderen Träumen, selbst und leicht erfüllen kann.

125 km Wanderweg verbinden drei Regionen und zwei Länder traditionell und geschichtlich miteinander. Von der Quelle unweit des Formarinsees geht der Weg über die Tiroler Naturparkregion Lechtal-Reutte bis in das schöne Allgäuer Land. Es sind drei Regionen, die der Lech über Jahrhunderte maßgeblich geprägt hat. Wenn er könnte, würde er so manch beeindruckende Geschichte erzählen, angefangen von den Römern und ihren Alpenüberquerungen, über die legendären Schwaben-Kinder bis hin zu den Flößern, die in ihm ihre Lebensgrundlage sahen. Fast glaubt man, es mit Magie zu tun zu haben, wenn man sieht, wie der türkisfarbene Fluss die Flora und Fauna prägt. Viele vom Aussterben bedrohte Brutvogelarten sowie frei in der Wildnis wachsende Orchideen brachten dem Lech-Weg den Ruf ein, einer der artenreichsten Lebensräume in Mitteleuropa zu sein. Diese einzigartige Wildfluss-Landschaft im Herzen von Europa wurde mit dem Prädikat Naturpark Tiroler Lech „geadelt“. Auch die Europäische Wandervereinigung gab ihr Statement ab, unterzog den Lech-Weg einer strengen Qualitätsprüfung und zertifizierte den Weit-Wanderweg als ersten Leading Quality Trail. Dieser Titel ist wegweisend und macht ihn zu einem Modell für Weit-Wanderwege in ganz Europa.

Auch wenn der Lech-Wanderweg in der Schwierigkeit als „mittel“ klassifiziert wird, muss doch eine gewisse Kondition vorhanden sein, um die genaue Strecke von 123,8 km gut und ohne Blessuren zu bewältigen. Immerhin warten 4.320 Meter Aufstieg und 5.390 Meter Abstieg auf wanderfreudige Zeitgenossen. Aber Bangemachen gilt nicht, obwohl die Wander-Dauer von 30,56 Stunden schon ein wenig Respekt einflößt. Dieser Wanderweg vom Hochgebirge bis ins Alpenvorland auf rund 800 Metern Höhe weist größtenteils ein leichtes Gefälle auf, obwohl auch steilere Passagen den Weg kreuzen und unbedingt zu berücksichtigen sind. Für diesen Wanderweg gibt es Empfehlungen. So bieten sich drei unterschiedliche Etappen-Einteilungen regelrecht an, über die sich der Wanderfreund in einer detaillierten Touren-Übersicht eingehend informieren sollte.


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