Der Olavsweg – Pilgerwandern im Hohen Norden

Wenn der Weg das Ziel ist und alltägliche Sorgen weit hinter sich gelassen werden, beim Anblick der unendlichen Weite, die sich vor einem erstreckt, dann kann man von pilgern sprechen. Eine lange in Vergessenheit geratene Reise, auf der schon manch einer zu sich selbst gefunden hat. Heute treten diese Reise wieder immer mehr Menschen von jung bis alt an.
Ein norwegischer Pilgerpastor hat dieses Abenteuer einmal mit den Worten „ pilgern ist der Weg nach Hause, zum Ursprünglichen, zu den Wurzeln und zu sich selbst“ ausgedrückt.

Pilgern in den schönsten Landschaften Norwegens

In Norwegen erstreckt sich ein 640 Kilometer langer Pilgerpfad, der unter dem Namen Olavsweg bekannt ist. Am Ende einer langen Reise von Oslo bis nach Trondheim erwartet Sie der wohl größte Kirchenbau Skandinaviens, der den Namen Nidarosdom trägt. Der Geschichte zu folge, liegt unter diesem alten Dom das Grab des Heiligen König Olav, nach dessen Name der gesamte Pilgerweg benannt wurde.

Die Geschichte des Pilgerziels

Trondheim gilt bereits seit langer Zeit als ein christlicher Pilgerort, da die Menschen des frühen Zeitalters diesem Ort besondere Wunder zuschrieben. Schon damit begann die Wallfahrt gläubiger Menschen nach Trondheim im grundsätzlichen Sinne. König Olav, der bereits kurz nach seinem Tod für heilig erklärt wurde, trug zur Errichtung einer Kapelle bei. Dieser damals hölzerne Bau wurde direkt über dem Grab des Heiligen errichtet. Um den Zeitraum von 1070 erschuf der norwegische König Olav Kyrre dann die wesentlichen Elemente des heutigen Doms. Die nun steinerne Kirche wurde um das 12 Jahrhundert durch einen Architekten weiter ausgebaut. Einigen frühen Quellen zufolge wurde der Bau des Doms, der von einem gotischen Stil gekennzeichnet ist, um das Jahr 1300 vollendet und bis heute etwa fünf Mal wieder neu aufgebaut, weil große Brände ihn zerstört hatten.

Der Weg, der in Vergessenheit gerietpilgern

Auf der Reise erwarten die Wanderer atemberaubende Landschaften und zahlreiche Wunder der Natur. Er windet sich durch das Hochgebirge Norwegens und lässt sie die unberührte Natur bestaunen. Die Gegend des Dovrefjell verspricht pures Abenteuer, denn hier kann man noch immer auf wilde Bären und Wölfe treffen.
Der Olavsweg, der diese Erlebnisse verspricht, geriet nach dem Tod des heiligen Märtyrers Olav einige Zeit in Vergessenheit. Nur die Persönlichkeit selbst wurde und wird noch bis heute verehrt, dazu zählt auch die jährliche Feier am 29. Juli in Norwegen zu Ehren des verstorbenen Königs.
Der Pilgerpfad selbst wurde erst durch die modernere Pilgerbewegung wieder neu entdeckt. Die Zahl der heutigen Pilger ist noch eher gering, doch werden es von Jahr zu Jahr mehr Menschen, die den landschaftlichen wie auch kulturellen Wert des Weges zu schätzen wissen.


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