Europas zehn beste Wandergipfel

Berge üben seit jeher einen unsagbaren Reiz auf Menschen aus, der in ihnen das Verlangen hervorruft ihn besteigen zu wollen. Wenn es kein leichter Berg ist, dann wird der Ansporn ihn zu „bezwingen“ nur umso größer. Dennoch sollte man für die nachfolgenden Anhöhen auf jeden Fall etwas Erfahrung mitbringen und schwindelfrei sein. Darüber hinaus gilt es, ein hohes Maß an Kondition und eine gute Ausrüstung mitzubringen.

Platz 1 – Kebnekaise 2104 m – Schwedische Spitze 

Kebnekaise

Kebnekaise

Der Kebnekaise gilt als höchster Berg Schwedens und liegt im Lappland. Er ist Teil des Skandinavischen Gebirges, das von Südnorwegen bis hin, zu Nordfinnland reicht.
Bei diesem Berg ist vor allem Ausdauer gefragt, denn eine Seilbahn gibt es hier nicht und die einzige Straße der Region führt zu den Fjällräven Classics, ein Platz, der gleichermaßen auch als Startpunkt für die Besteigung des Kebnekaise gilt. Spätestens von dort aus geht es dann zu Fuß weiter. Flora und Fauna des Kebnekaisemassivs sind weitestgehend unberührt. Möglicherweise wird diese Gegend eines Tages sogar zum Nationalpark erklärt werden. Wer über ein gutes Zelt und Mückenschutz verfügt, der kann sich bedenkenlos eine günstige Stelle im freien suchen, um dort zu übernachten. Wem eine rustikalere Unterkunft allerdings lieber ist, der kann zwischen der Kebnekaise Fjällstation und der Singi Fjällstuga wählen. Beide Nachtlager werden vom Schwedischen Touristenverband betrieben und heißen Gäste gern willkommen.

Platz 2 – Ben Nevis 1344 m – Schottischer Riese

Der Ben Nevis ist der höchste Berg Schottlands und befindet sich am westlichen Ende der Grampian Mountains. Die bevorzugt genutzte Route zum Erklimmen des Riesen ist die „Mountain Track“ oder auch „Tourist Route“, welche am Pub „Ben Nevis Inn“ beginnt. Dort kann man sich ein letztes Mal stärken, bevor man es mit dem Ben Nevis auf sich nimmt. Das Besondere an diesem Gipfel ist, dass man genau abschätzen muss, wann die Wetterlage für eine Besteigung günstig ist. An etwa 300 Tagen im Jahr ist der Gipfel nebelverhangen. An diesen Tagen sollte man besser davon absehen sich hinauf zu wagen, da die dichten Nebelschwaden und der plötzlich auftauchende Schnee einem schnell die Sicht verblenden und zur Orientierungslosigkeit führen können. Was oftmals in Abstürzen endet. Wer an einem günstigen Tag hinauf möchte, für den ist dennoch warme Kleidung unerlässlich, denn der Gipfel des Berges ist bis in den Sommer hinein mit Schnee überzogen und die Temperaturen kreisen um den Gefrierpunkt.

Platz 3 – Pico de Aneto 3404 m – Gipfelmajestät der Pyrenäen

Der Pico de Aneto zählt als dritthöchste Berg Spaniens, ist jedoch der Höchste in den Pyrenäen. Die Anhöhe liegt in der spanischen Provinz Huesca und der Aufstieg lohnt sich schon allein wegen des beeindruckenden Panoramas, dass sich über das Maladeta-Massiv, die Lagos de Coronas und hinüber nach Frankreich erstreckt. Allerdings ist die Ersteigung etwas holprig. So gilt es nicht nur, Schutt und Geröll hinter sich zu lassen, sonder auch Gletscher zu überwinden. Für Letztere empfehlen sich Steigeisen sowie auch Eispickel, um den Aufstieg um ein hohes Maß zu erleichtern. Kurz vor dem Gipfel befindet sich eine kurze felsige Passage, die als „Brücke des Mohammed“ benannt wurde. Es handelt sich dabei um eine schmale Passage, welche auf dem Grat über große Felsblöcke, die zu beiden Seiten ausgesetzt ist. Als Zwischenstopp oder auch Übernachtungsmöglichkeit kann das Hospital de Benasque genutzt werden. Dieses ist längst kein einfaches Hospital mehr, sondern inzwischen ein Hotel mit 55 Zimmern und einem großen Restaurant.

corno grande

Corno Grande

Der Corno Grande ist nicht nur die höchste Erhebung des Gran Sasso d’Italia. Sondern auch die, des gesamten Apennins. Am Einfachsten lässt sich der Gigant vom Campo Imperatore aus besteigen. Von dort aus lässt sich zwischen einer Klettertour und einem einfachen Weg und wählen. Es empfiehlt sich außerdem, spätestens bis zur Mittagszeit anzubrechen, solange her Himmel noch klar und wolkenlos ist. Beim Bewandern der normalen Route der weitläufigen Hochebene begegnet man sowohl größeren Viehherden als auch isolierten Berghöfen. Ist man erst einmal auf dem Gipfel angekommen, so wird man von Temperaturen um die 30°C empfangen und kann den Blick von der Adria im Osten bis hin zum Tyrrhenischen Meer im Westen schweifen lassen.

Platz 5 – Marmolata 3343 m – Königin der Dolomiten

Die Marmolata ist der höchste Berg der Dolomiten und verfügt über einen westöstlich verlaufenden Gratrücken. Dieser bricht im Süden an einer geschlossenen Steilwand ins Ombretta-Tal ab und mündet auf der Nordseite zu einem sage umwobenen Gletscher, der als „Ghiacciaio della Marmolada“ bekannt ist. Ebenso gilt der Gipfel der Marmolata als einer, der die schönsten Panoramablicke über den gesamten Alpenraum eröffnet, und ist zugleich ein äußerst beliebtes Gebiet, um Skitouren oder Snowboard zu fahren und Ski-Langlaufen sowie auch Carving zu betreiben. Über diversen Skipisten und Ausstiegsanlagen sind auch eine Skischule und einige Hotels in den Hochebenen der „Königin der Dolomiten“ zu finden.

Platz 6 – Fannaräken 2086 m – Westlicher Wächter

Der Fannaräken ist ein Wandergipfel, welcher sich innerhalb des Nationalparks Jotunheimen, in Norwegen, befindet. Direkt am Gipfel dieser Anhöhe wurde die höchste Hütte Skandinaviens erbaut. Darüber hinaus bietet die Bergspitze einen fantastischen Ausblick über die gesamte Gipfelkette in West –Jotunheimen. Viele Besucher werden von eben jener Aussicht angelockt und wollen von dort aus den Sonnenaufgang erleben. Da auch dieser Gipfel an etwa 300 Tagen im Jahr von einem Nebelfeld umgeben ist, gibt es viele Markierungen des Wanderweges, die den Touristen ein zusätzliches Maß an Sicherheit darbieten.

Platz 7 Alpspitze 2628 m – Nachbar der Zugspitze

Die Aplspitze befindet sich im bayrischen Wettersteingebirge und gilt wegen ihres pyramidenförmigen Gipfels als Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen. Zudem zählt sie zu den schönsten Berggestalten der nördlichen Kalkalpen. Auf den Berg hinauf führen mehrere Klettersteige. Der einfachste Anstieg kann man jedoch von der Bergstation Osterfelderkop aus bewerkstelligen. Am Fuße des Berges befindet sich nicht nur das „Restaurant Alpspitz“, sondern auch der Startplatz der Paraglider. Hier kann man entweder den Fliegern bei den Startvorbereitungen und dem Start zusehen oder einfach selbst einen Tandemflug buchen und mit erfahrenen Paraglide-Piloten mitfliegen. Des Weiteren befindet sich auf dem Weg zum Gipfel noch eine Aussichtsplattform, welche 13 Meter über die Felskante hinaus ragt und einen imposanten Blick in die Tiefe gestattet. Während die Alpspitze im Sommer mit hölzernen Sonnenliegen lockt, fungiert sie im Winter als reizvolles Ski-Gebiet für Ski- und Snowboardfahrer.

Platz 8 – Gerlsdorfer Spitze 2655 m – Dach der Hohen Tatra

Die Gerlsdorfer Spitze ist zugleich der höchste Berg der Hohen Tatra sowie des Karpaten-Gebirgskammes und der Slowakei und zudem auch noch der höchste Berg Mitteleuropas östlich der Alpen. Der beste Weg für eine Bergbesteigung führt von der Berghütte „Sliezsky dom“. Im Sommer ist die Gerlsdorfer Spitze für geübte Bergwanderer innerhalb einer Tagestour gut zu erreichen. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass der Berg, wie die meisten Bergspitzen die sich slowakischen Tatra-Nationalpark befinden, nur noch mit einem Bergführer bestiegen werden darf. Erfahrung, sowie eine gute Kletterausrüstung und ein Steinschlaghelm sind durchaus empfehlenswert.

monte cinto

Monte Cinto

Der Monte Cinto ist der höchste Berg der Mittelmeerinsel Korsika und liegt im nordwestlichen korsischen Hochgebirge. Die Besteigung des Monte Cinto gilt als anspruchsvolle Bergtour, da man unterwegs über loses Geröll wandert und größere Felsblöcke hinauf klettern muss. Von dem Plateau der Bergspitze aus kann man bei klarer Sicht sogar bis zur Zitadelle von Calvi blicken. Der Gipfel des Berges liegt lediglich 23km vom Meer entfernt. Da An- und Abstieg einer Tagestour entspricht, empfiehlt es sich bei Einbruch der Nacht einen der beiden Campingplätze (Camping Monte Cinto oder Camping L’Arimone) zu beziehen oder Zuflucht in einem Hotel in Calacuccia oder Albertacce zu suchen.

Platz 10 – Barrhorn 3610 m – Aussichtbalkon

Das Barrhorn liegt auf der westlichen Seite des Mattertals in den Walliser Alpen. Der Normalaufstieg beginnt von der Turtmann-Hütte aus bei 2519m Höhe. Die Hütte kann ebenso auch als Beherbergungsmöglichkeit genutzt werden. Von dort aus ist der Aufstieg in etwa vier Stunden zu bewältigen. Das Gipfelgebiet ist weitestgehend vergletschert, jedoch auch ohne Ausrüstung zu besteigen. Vom Gipfel aus hat man nicht nur eine schöne Aussicht auf das Weisshorn sondern bei klarer Sicht auch auf den Dom, den Monte Rosa und den Aletschgletscher, dem flächenmäßig größten und längsten Gletscher der Alpen.


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