Wandern für Körper und Seele

Die „Wandervogelbewegung“ des letzten Jahrhunderts scheint sich fast zu wiederholen. Viel Menschen wandern wieder, aber mit anderer Absicht als es die „Wandervogelbewegung„, die besonders das Gemeinschaftserlebnis betonte. Es war eine andere Art des Reisens, Anfang des letzten Jahrhunderts, wo es aus wirtschaftlichen Gründen nicht anders ging.

Wandern mit Lust gegen den Frust

In Bewegung bleiben ist heute das höchste Ziel beim Wandern. Absichtslos, entspannend und vom Alltag abschalten steht für viele an oberster Stelle. Mit dieser Motivation tun sie dabei nicht nur etwas für den Verbrennungsmotor des Körpers, sondern sie tanken auch eine Menge frische Luft und vermeiden so die Anfälligkeit für Kopfschmerzen, aber stärken auch ihr Immunsystem. Nachgewiesen sind Wanderer auch weniger anfällig bei Depressionen. Wenn die Seele Trauer trägt, dann ist ein Ausstieg aus diesem depressiven Teufelskreis durch die Lethargie fast unmöglich. Aber das einfache Heilmittel Wandern, Bewegen und Spazieren gehen versorgt Körper und Seele mit dem Glückshormon, den Endorphinen. Statt den seelischen Ausgleich durch eine Tafel Schokolade zu schaffen, wird ein Ziel gesetzt, das mehr Lust und Freude am Leben macht.

Ganzheitlich Körper und Seele in Bewegung bringen

Frust, Niedergeschlagenheit und Depression sind eine Folge, wenn Körper und Seele vernachlässigt werden. Durch die passive Konsumierung des Lebens ist der Einzelne körperlich wie seelisch unterfordert. Es gilt, aus diesem Kreislauf des passiven Erlebens herauszukommen. Dagegen kämpft aber fast imaginär das alles gefährdende Monster „der innere Schweinehund“. Er liegt auf der Fußmatte vor jeder Wohnungstür und darüber hinwegzukommen, braucht es eine gute Motivation. Je kleiner also am Anfang die Ziele gesetzt werden, umso realistischer lassen sich diese auch erreichen. Leicht kann das Ziel aus dem Auge verloren werden. Also klein anfangen und nicht verwirren lassen, weil andere schon so große Wandertouren unternehmen.

Das richtige Wander-Equipment

Letztlich ist es egal, was sie beim Wandern anhaben. Wetterfest sollte die Kleidung sein und bequem. Auf die Schuhe kommt es an. Je nach Wanderstrecke sollte das Schuhwerk dazu auch angepasst werden. Turnschuhe und Sneakers sind eher ungeeignet. Es sollten schon ausgewiesene Lauf- und Wanderschuhe sein. Lange belächelt, aber mittlerweile voll akzeptiert sind die Walking-Stöcke, die den ganzen Körper in Bewegung bringen. Das Herz-Kreislaufsystem und die Stoffwechselverbrennung werden positiv durch das Wandern beeinflusst. Der Wanderer fühlt sich körperlich fit und energiegeladen. Viele fühlen sich schon erschöpft, wenn sie das richtige Wander-Outfit geshoppt haben. Über das Wander-Outfit kann nachgedacht werden, wenn festgestellt wird, das Wandern die sportliche Betätigung sein wird, die den richtigen Ausgleich zum Stress des Alltags bringt.

Seele, Körper und Geist sind eine Einheit

In einem gesunden Körper wohnt auch ein gesunder Geist.“ Dieses uralte Sprichwort fasst etwas, was in der modernen Welt, in der es permanent um die Systemrelevanz geht, aber nicht um den Menschen geht. Wer die Seele vernachlässigt, vernachlässigt einen großen Teil seiner selbst. Die Seele aber ist das „vernachlässigte Organ“ des Körpers. Jeder fühlt sie, aber die wenigsten nehmen auf sie Rücksicht. Erst wenn die Seele verletzt und in Gefahr ist, wird ihre Existenz anerkannt. Diese Vernachlässigung hängt wohl mit der weltanschaulichen Besetzung des Begriffes Seele zusammen. Oft mischt sich der Begriff mit dem Wort Geist. Beides aber braucht genauso wie der Körper selbstlose und unverzweckte Zufuhr von neuer Energie. Das Wandern schafft diese Nahrung durch Eindrücke, Erlebnisse, Emotionen, Gefühle und Erfolgserlebnisse. Deshalb ist das Wandern eine schonende Sportart, die keine hohe Fitness erfordert, um damit anfangen zu können.


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