Natur- und Kulturgenuss beim Wandern auf dem Hochrhöner

2010 ist der 175 Kilometer lange Wanderweg Hochrhöner vom „Wandermagazin“ in der Kategorie Routen zum schönsten Wanderweg gewählt worden. Über drei Ländergrenzen hinweg führt der erst 2006 neu geschaffene Wanderweg von Bad Kissingen bis Bad Salzungen. Besonders reizvoll ist die Tatsache, dass sich hier wunderschöne Naturerlebnisse, sportliche Aktivität und Kulturgenuss auf einzigartige Weise verbinden lassen.

Kulturelle Höhepunkte

Der Hochrhöner führt seine Wanderer in das Herzstück Deutschlands und über die Ländergrenzen von Bayern, Hessen und Thüringen hinweg. Dabei werden die höchsten Erhebungen des Mittelgebirges passiert, die gleichzeitig auch bedeutende kulturelle Sehenswürdigkeiten beherbergen:

Auf dem Kreuzberg in Bayern steht das Jahrhunderte alte Franziskanerkloster. Von der Braukunst, die hier ebenso lang praktiziert wird, kann man sich während einer Verschnaufpause, bei einem kühlen Glas Bier, selbst überzeugen.

Die Wasserkuppe in Hessen gilt als die Wiege des Segelflugs. Dieser höchste Berg der Rhön ist gleichzeitig der höchste Berg Hessens. Obwohl die Fulda und weitere 30 Bäche hier ihren Ursprung haben, trägt die Wasserkuppe interessanterweise nicht aus diesem Grund ihren Namen.

Thüringens Ellenbogen, man vermutet nicht auf Anhieb, dass sich hinter dieser originellen Bezeichnung ein erloschener Vulkan verbirgt. Das hier oben errichtete Eisenacher Haus kann zwar nicht ohne weiteres als Kulturgut bezeichnet werden, aber der zeitgeschichtliche Hintergrund verdient dennoch Erwähnung. Vom Rhönklub als Wanderheim erbaut, wurde es nach dem Verbot desselben 1945 zum Staatseigentum erklärt. Daraufhin wurde es zunächst als Ferienheim des FDGB und des Zolls und später zur Errichtung einer Abhöranlage zweckentfremdet. Inzwischen ist es, als Tagungs- und Wanderhotel, seiner eigentlichen Bestimmung wieder ein gutes Stück näher gekommen.

Neben diesen „Höhepunkten“ können noch die Milseburg, eine keltische Burg auf dem sagenumwobenen Felsrücken, bestaunt und dem höchstgelegenen Ort der Rhön, Frankenheim, ein Besuch abgestattet werden. Doch alleine die Ausgangs- und Zielpunkte des Hochrhöners, das weltberühmte Bad Kissingen und das Sole Heilbad Bad Salzungen, sind schon für sich genommen eine Reise wert.

Westliche und Östliche Wanderroute

Wer die Wahl hat, hat die Qual, denn gleich zwei unterschiedliche Routen konkurrieren um die Gunst der Wanderer. Die westliche Route führt über die Basaltkegel der Kuppenrhön. Die östliche über das Plateau der Langen Rhön.

Extratouren

Selbstverständlich ist es auch möglich Halbtages– und Tagestouren zu unternehmen. Dabei entsprechen diese sogenannten Extratouren, genau wie der Hochrhöner selbst, höchsten Qualitätsansprüchen. Sowohl was die Beschaffenheit der Wege angeht, als auch im Hinblick auf die beispielhaft klare Beschilderung der einzelnen Routen. Zu den Extratouren kann man von Wanderparkplätzen aus starten und in einem Rundweg die geplanten Touren erwandern.

Wanderempfehlung

Um die Vielfalt der landschaftlichen Schönheiten und der kulturellen Sehenswürdigkeiten ausgiebig würdigen zu können, sollten Sie sich mindestens eine Woche Zeit nehmen, sofern Sie den gesamten Hochrhöner entdecken möchten. Die Ostvariante ist etwas kürzer, als die westliche Route. Die Eindrücke, die Sie auf dieser Tour sammeln, werden gewiss unvergesslich bleiben.


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